Pendulen

Geschichtlicher Überblick in Kurzform

Pendulen und Uhren sind Schmuckstücke und wahre Kunstwerke ihrer Art. Eine alte Tradition mit viel Gefühl in kunsthandwerklicher Arbeit

  
[Bilder von Pendulen] 

In der Vorzeit der Antike und in vielen Kulturen aller Zeiten, nutzte man die Sonne als Zeitmesser – die Sonnenuhr. Es wurden riesige Sonnenuhren errichtet, kleine und schlichte an Hausfronten gemalt und ebenso Tragbare.
Bekannte grössen ihrer Zeit beschäftigten sich mit dieser wissenschaftlichen Methode der Zeitmessung.
Nicht zu vergessen die Sanduhr, die im 16. Jahrhundert in jedem Haushalt zu finden war. Im späten Mittelalter wurden Eisenräderuhren gebaut. Einmalige Meisterwerke mit bemaltem Ziffernblatt.
In der Zeit, der Erfinder und Tüftler wurden Türmchenuhren, barocke Figuren-uhren, Tischuhren oder Holzuhren jeder Grösse und jeglicher Formen hergestellt.
Die Uhren wurden durch die Jahrhunderte immer weiter entwickelt bis hin zur heutigen Pendule.
Pendulen, das ist eine allgemeine Bezeichnung für die seit der zweiten Hälfte des 17. bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Frankreich- und nach französischen Vorbildern auch in anderen Ländern hergestellten Wanduhren.

Restaurierung von Pendulen

Ich restauriere hauptsächlich Gehäuse von Pendulen. Sehr erfolgreich, hat sich die Zusammenarbeit mit Penduliers und Uhrmachern entwickelt. Oftmals befinden sich die zu restaurierenden Pendulen in einem traurigen Zustand und wurden unsachgemäss erneuert.
Teilweise sind vergoldete stellen vielfach mit Bronzelackfarbe überstrichen worden. In einem solchen Fall ist die Bronze vorsichtig partienweise abzulaugen, bis darunter die Reste des echten Goldes zum Vorschein kommen.
Dann kann wieder mit der Echtvergoldung aufgebaut werden. Nach guter Durchtrocknung wird das Gehäuse mit einem Speziallack lackiert.

 

            

Stehpendule vor der Restaurierung  – und nach der Restaurierung

Wurde in Platin – Blattmetall ausgeführt

Behebung von Farbschäden

Als gelernter Maler beschäftige ich mich auch mit der Behebung von Farbschäden, was mit der Erneuerung der Vergoldung oft einhergeht.
Dabei gilt der Grundsatz; möglichst viel von der ursprünglichen Bemalung belassen und möglichst wenig ergänzen, damit der originale Gesamteindruck erhalten bleibt.
Um den ursprünglichen Zustand zu dokumentieren, wird die Pendule vor der Restaurierung immer fotografiert. Danach werden die vorhandenen Malereien auf ein Pauspapier kopiert,
um die fehlenden Einzelheiten besser ergänzen zu können. Was noch geblieben ist wird belassen; die abbröckelnden Farbreste werden entfernt und die beschädigten Stellen gereinigt. Anschliessend wird mit dem entsprechenden Farbton grundiert und nach angemessener Trocknung der endgültige Farbton aufgetragen.
Zum Schluss werden mit feinen Pinselstrichen die Malereien ergänzt: bunte Dekorblumen (Rosen, Nelken), Ornamente oder Grisaillemalereien.
Auch vergoldete Dekors in verschiedenen Formen müssen vielfach erneuert werden.

Die Schaden-bilder der Pendulen haben viele Gesichter und werden nicht behoben (evt. zu teuer.)

 
                
    [Farbschaden]   Die Blasenbildung            Plastische Figur nachmodelliert
wurden festgeklebt, fehlende Farbe             und farbig nachgemalt.
ergänzt.
 
 
                
 
Auch sowas kann vorkommen, die                  Bei  dieser Pendule
vielen Teile wurden –  wieder zu                     entstanden Risse und Sprünge.
einem Ganzen zusammengeleimt,                  Der Schaden  mit schwarzer
Neu vergoldet und nachgemalt.                     Farbe ausgebessert, die Dekors
                                                                                      habe ich nachvergoldet.
 
 
     
 
Hier wurde einfach auf schwarzer Farbe  – vergoldet inkl. Kreidegrund, das kann ja nicht gut gehen !
Die schwarze Grundierung habe ich entfernt und mit neuem Aufbau.
 
 
  
 
Dieser Sockel zu einer Pendule, wo alles so aussah ! wurde nicht ausgeführt.
Schade für dieses schöne Sumiswald-Dekor und für die ganze Pendule.